Die CD zum Programm

ist kürzlich bei Sony Music (DHM) erschienen.




Dima Orsho © Martina Novak

Musica Alta Ripa

Nuria Rial - Sopran (Okzident)

Dima Orsho - Sopran (Orient)

Danya Segal - Konzept und Blockflöte

Nuria Rial © Merce Rial

Jungfrau - Königin - Göttin

Mutterrollen in Barockarien und arabischen Liedern


Mutterrollen haben von jeher eine hohe Faszinationskraft für Kunst und Musik. Und das, was ihre Wahrnehmung ausmacht, wird maßgeblich durch Sozialisation und kulturellen Kontext definiert. Bei aller Unterschiedlichkeit zwischen den Kulturen sind Mutterbilder dennoch überall ein Inbegriff von Heimat. Das macht dieses Thema in einer Zuwanderungsgesellschaft wie unserer besonders spannend und aktuell.

Jungfrau Maria, die römische Kaiserin Agrippina, Ino oder die babylonische Königin Nitocris sind nur eine kleine Auswahl von verschiedenen Mutterrollen, mit denen sich die Alte Musik in Opern, Oratorien und Kantaten auseinandersetzt. Dabei ist das Mutterbild keineswegs nur liebend und romantisch besetzt, sondern zeigt ebenso Rachsucht, Brutalität und Leid.

Das Programm führt mit der katalanischen Sopranistin Nuria Rial und der syrischen Sängerin Dima Orsho nicht nur zwei große Künstlerinnen aus Orient und Okzident zusammen, sondern mit Barockarien Händels und Telemanns und arabischen Wiegenliedern auch die Musik zweier Welten, die einander aus diesem Blickwinkel näher scheinen als erwartet.

Traditionell „Schlaf Kindlein, schlaf“ (Deutsches Wiegenlied) (ca. 1611)
Georg Friedrich Händel (1685-1789) „Giunta L‘Ora Fatal“
  „Se D'Un Dio Fui Fatta Madre“
  Aus: „ll Pianto di Maria“ HWV 234
Traditionell „Wa Habibi“ (Lied der syrisch/maronitischen Christen zu Karfreitag)
Georg Ph. Telemann (1681-1767) „Wohin? Wo soll ich hin?“
  „Ungöttliche Saturnia“
  „O, all Ihr Mächtigen des Olympus“
  Aus: „Ino“ - Dramatische Kantate TWV: 20:41
Traditionell „Nini“ (Wiegenlied aus Damaskus)
Georg Friedrich Händel (1685-1789) „Can I see my infant gor'd“
  Aus: „Salomon“ HWV 67
Georg Friedrich Händel (1685-1789) „Musette“
  Aus: „ll Pastor Fido“ HWV8a
Georg Ph. Telemann (1681-1767) „Komm, o schlaf“
  Aus: „Germanicus“ TWV 21:3b
Traditionell „Hidwa“ (Lied aus Deir ez-Zour, Syrien)
Georg Friedrich Händel (1685-1789) „Oh sentence too severe“
  „Regard, oh son, my flowing tears“
  Aus: „Belshazzar“ HWV 61
Georg Friedrich Händel (1685-1789) „Overture und Lamentation der lsraeliten“
  Aus: „Israel in Ägypten“ HWVS4
Georg Friedrich Händel (1685-1789) Duett: „Great victor, at your feet I bow“
  Aus: „Belshazzar“ HWV 61
Georg Friedrich Händel (1685-1789) „Tamburino“
  Aus: „Alcina“ HWV 34
Dima Orsho (*1975) „ISHTAR: The greater Mother”
  Auftragskomposition für dieses Programm
  • Dauer: ca. 70 Minuten ohne Pause (auf eine Dauer von 90’ mit Pause erweiterbar)

  • Besetzung: Dima Orsho, Nuria Rial, Blockflöte, Fagott, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Laute, Cembalo (415 Hz), Duduk/Trompete, Buzuq, 2 Perkussionisten, Beleuchter, Bühne ca. 10 (8)m x 5m

Musica Alta Ripa © ChristianWyrwa

Musica Alta Ripa

Künstlerisch hohes Niveau, Farbenreichtum in der Interpretation, Flexibilität der Besetzung, Attraktivität des Repertoires und die dreimalige Auszeichnung mit dem ECHO Klassik haben Musica Alta Ripa seit geraumer Zeit zum Gast bedeutender Podien und Festivals gemacht, z.B. der Tage Alter Musik Herne, des Bach-Fests Leipzig, des Flandern-Festivals Brügge und des Bach Festivals Philadelphia. Das Ensemble unternahm Konzertreisen durch den Nahen Osten und Südostasien.

Zum Abspielen der Audiodateien und zum Ansehen eingebetteter Youtube-Videos benötigen Sie den Adobe Flash-Player. (Bitte ggf. auf schwarzen Balken klicken, um den Player für die Audiodateien zu aktivieren.)