Lucerne Festival Orchestra Brass - Biografie

Lucerne Festival Orchestra Brass © Georg Anderhub / Lucerne Festival

„Sechzehn Bläser und vier Schlagzeuger sorgten für jene prächtige Klangrede, wie man sie eben vom Festivalorchester her kennt: Präzise und mit warmem Timbre die Tongebung, virtuos die Artikulation, homogen das gesamte Registergefüge. [...] Mussorgskys ‚Bilder einer Ausstellung’ standen im Zentrum. In dieser Fassung steckte alles drin, womit sich die Bläser auszeichnen konnten: von der melancholisch-herben Grundgestalt über den Wiedererkennungswert des ‚Promenade’-Themas, die Bravourstücke mit ihren schönen solistischen Kantilenen bis hin zur finalen Steigerung im ‚Großen Tor von Kiew’. Der Applaus war enthusiastisch.“

(Neue Luzerner Zeitung)

Das sensibel aufeinander abgestimmte musikalische Miteinander zwischen den Musikern steht ihm Zentrum der künstlerischen Arbeit des 2003 gegründeten Lucerne Festival Orchestras. Umso mehr gelangt dieser Gedanke zur Geltung, wenn nicht in großer Sinfoniebesetzung musiziert wird, sondern dann, wenn sich die Orchestermitglieder daneben zu kleineren Ensembles, oft auch mit ungewöhnlichen Besetzungen, formieren. Auf diese Weise gelangen auch Werke zu Gehör, die im Konzertleben eher vernachlässigt werden, weil es für ihre Instrumentalbesetzung keine spezialisierten Ensembles gibt.

Zu einer festen Formation hat sich mittlerweile das Lucerne Festival Orchestra Brass entwickelt. Rund um den Trompeter Reinhold Friedrich als „Spiritus rector“ schließen sich die Blechbläser des jeweiligen Jahrgangs zu einer hochkarätigen Kammermusikvereinigung zusammen, um ein Repertoire von der Renaissance bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Dabei sind die Programme anhang der thematischen Schwerpunkte des Festivals in orginieller Weise zusammengestellt. So brachte das Ensemble im Sommer 2008 Werke für Bläser und Schlagzeug zu Gehör, die von ihren Komponisten zum Teil als „Raummusiken“ konzipiert worden sind, darunter Canzonen von Giovanni Gabrieli, aber auch Zeitgenössisches von Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke und Edison Denissow. 2009 bildete die „Natur“ den Leitgedanken für ein Programm, das Kompositionen des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt rückte. 2010 wiederum spürten die Bläser unter dem Motto „Eros“ der Liebesgeschichte von Romeo und Julia in Vertonungen von Tschaikowsky und Prokofjew nach. Und im „Nacht“-Jahr 2011 erkundeten die Bläser jüngst den Klangkosmos des russischen Komponisten Modest Mussorgsky mit Totentanz und Hexensabbat.

Für seine Projekte gibt das Lucerne Festival Orchestra Brass auch immer wieder neue Bearbeitungen in Auftrag, sodass der dramaturgischen Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind!

Programmvorschläge  
   
Peter I. Tschaikowsky (1840-1893) „Romeo und Julia“
  Fantasie-Ouvertüre nach W. Shakespeare
Sergej Prokofieff (1891-1953) Auszüge aus den Ballettsuiten zu „Romeo und Julia“ op.75
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Modest Mussorgsky (1839-1881) „Bilder einer Ausstellung“
   
   
Georg Friedrich Händel (1685-1759) Feuerwerksmusik D-Dur HWV 351
  (Music for the Royal Firework)
Alban Berg (1885-1935) Klaviersonate op.1
Johann Sebastian Bach (1685-1750) eine Orchestersuite
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Modest Mussorgsky (1839-1881) „Bilder einer Ausstellung“