Duo Friedrich - Biografie

Trompete

© Duo Friedrich

Reinhold Friedrich, geboren im badischen Weingarten, studierte an der Musikhochschule Karlsruhe, wo er heute als Professor tätig ist. Seit seinem Erfolg beim ARD Wettbewerb im Jahr 1986 ist er auf allen wichtigen nationalen und internationalen Podien der Welt zu Gast. Sein Schaffen erstreckt sich von Alter Musik auf historischen Instrumenten wie der Barocktrompete und der Klappentrompete bis hin zu neuester Sololiteratur.

Er konzertiert als Solist mit Ensembles wie den Berliner Barocksolisten, La Stagione Frankfurt, dem Wiener und dem Zürcher Kammerorchester, den Bamberger und Wiener Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Deutschen Symphonie-Orchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Orchestre des Champs-Élysées und dem NDR-Sinfonieorchester. Dabei spielte er u.a. unter der Leitung von Claudio Abbado, Philippe Herreweghe, Semyon Bychkov, Dennis Russell Davies, Peter Eötvös, Martin Haselböck, Christopher Hogwood, Eliahu Inbal, Krystjan und Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Ingo Metzmacher, Jonathan Nott, Kashu Ono, Christopher Prick, Leif Segerstam und Hans Zender. Seit der Gründung im Jahr 2003 ist Reinhold Friedrich ständiger Solo-Trompeter des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado und künstlerischer Leiter des Lucerne Festival Brass Ensembles.

Kammermusikpartner von Reinhold Friedrich sind Robyn Schulkowsky (Perkussion), Thomas Duis (Klavier), András Schiff (Klavier), Martin Lücker (Orgel), Albrecht Mayer (Oboe), Thomas Quasthoff (Bass) und Ruth Ziesak (Sopran).

Ein Hauptanliegen von Reinhold Friedrich ist die Aufführung von Werken zeitgenössischer Komponisten wie Benedict Mason, Johannes Caspar Walther, Rebecca Saunders, Herbert Willi, Hilda Paredes, ebenso wie Hans Werner Henze, Sir Peter Maxwell Davies und Wolfgang Rihm. Solokonzerte wie „Nobody knows the trouble I see“ von Bernd Alois Zimmermann und „Irene“ von Herbert Willi sind ihm besonders wichtige Bestandteile seines breitgefächerten Repertoires.

Zahlreiche CD-Einspielungen bei Labels wie Deutsche Grammophon, Denon und vor allem Capriccio, jetzt Phoenix, dokumentieren sein facettenreiches Schaffen. Die neuesten Aufnahmen „Trumpet and Organ“ mit der Organistin Iveta Apkalna und „Assisi Christmas Cantatas“ mit Ruth Ziesak, Ingeborg Danz und dem Ensemble L'Arte del Mondo sind bei Phoenix erschienen.

Klavier

Eriko Takezawa wurde in Hiroshima geboren und erhielt ab ihrem fünften Lebensjahr Klavierunterricht. 1984 kam sie nach Deutschland und studierte bei Naoyuki Taneda und Wolfgang Manz an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. 1995 verlieh man ihr das Konzertexamen mit Auszeichnung. Meisterkurse bei J. Uhde, E. Picht-Axenfeld, D. Kraus und S. Dorenski rundeten ihre Ausbildung ab.

Preise bei internationalen Wettbewerben, u. a. der erste Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Ostuni (Italien) 1994 sowie fünf Preise im Klavierduo mit ihrem Ehemann Christoph Sischka in Japan, Italien und Tschechien, führten zu einer regen Konzerttätigkeit in Deutschland, Taiwan, Korea, Japan, Israel, Spanien, Italien, Frankreich, Österreich und Bulgarien und Einladungen zu Musikfestivals in Taipei (Taiwan), Jerusalem (Israel), Xabía (Spanien), nach Schwetzingen, zum Schleswig-Holstein Musik Festival und zum Lucerne Festival.

Ihr künstlerisches Profil ist einerseits geprägt durch Konzerte aus dem Bereich der Bläser-Kammermusik - sie ist Kammermusikpartnerin von Reinhold Friedrich, Thomas Horch, Thomas Indermühle, Renate Greiss-Armin, Günter Pfitzenmaier, Angela Firkins, Ingo Goritzki und Sergio Azzolini - und andererseits durch besondere Programmkonzeptionen des Klavierduos Takezawa-Sischka und die Mitwirkung in mehreren Klavierensembles an zwei bis vier Flügeln. Als Solistin rühmt sie die Presse für ihre Leichtigkeit, technische Brillanz, nuancenreiche Farbgebung und mitreißende Musikalität.

Es liegen acht CD-Einspielungen aus den Bereichen Klavierduo, Klavierensemble und Bläserquintett vor, mit Auszeichnungen der „Piano News“, des „Spiegel“, „Fono Forum“, „Badische Neueste Nachrichten“ und der japanischen Fachmagazine „Klaviatur“ und „Chopin“.

Eriko Takezawa wirkt derzeit als Dozentin an der Hochschule für Musik Karlsruhe, an der Musikhochschule MUSIKENE in San Sebastián (Spanien) und an der Musikakademie Basel. Zusätzlich korrepetiert sie jedes Jahr bei mehreren internationalen Instrumentalwettbewerben und Meisterkursen.