The Nash Ensemble of London - Biografie

Nash Ensemble of London

Nash Ensemble of London
© Hanyu Chlala

Nash Ensemble of London

"For me the secret of their success is the joy they impart to whatever music they lay their hands on."

(Sir Simon Rattle)

Das Nash Ensemble of London - laut der Times „Britain's premier chamber ensemble“ - wurde 1964 von Amelia Freedman gegründet und wählte seinen Namen nach den bekannten Londoner Nash Terrassen. Während es sich immer wieder behutsam verjüngt, vereint das Ensemble heute einige der brillantesten Nachwuchsinstrumentalisten Großbritanniens.

Das umfangreiche Repertoire des in wechselnden Formationen spielenden Ensembles reicht von der Klassik bis zur Moderne. Die interessanten und oft außergewöhnlichen Programme, darunter insbesondere die zahlreichen Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, finden weltweit große Beachtung. Über 255 Werke, darunter 145 Auftragskompositionen, hat das Nash Ensemble of London bereits uraufgeführt.

Das Nash Ensemble gewann zahlreiche Preise, wie z.B. den berühmten Royal Society Music Award der Königlichen Philharmonie und den Kritikerpreis beim Edinburgh Festival. 1994 wurde es zum Kammermusikensemble des Jahres er¬nannt.

Das Ensemble unternimmt regelmäßig große Auslandstourneen und gibt Konzerte in ganz Europa, den USA, in Südamerika, Australien sowie im Mittleren und Fernen Osten. In Großbritannien selbst ist es ständiger Gast bei den renommierten Festivals von Edinburgh, Bath, Cheltenham, City of London, South Bank und den Proms. In der Wigmore Hall hat das Nash Ensemble eigene Konzertreihen. Es stellt somit einen unverzichtbaren Teil des britischen Musiklebens dar, wie auch die zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen dokumentieren.

In Deutschland ist das Ensemble regelmäßig auf den großen Musikbühnen zu Gast wie z.B. der Alten Oper Frankfurt, dem Berliner Konzerthaus, dem Gewandhaus Leipzig, der Nürnberger Meistersingerhalle und dem Münchner Herkulessaal sowie bei internationalen Festivals wie den Wiener Festwochen, dem Beethovenfest Bonn, dem Würzburger Mozartfest, dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kissinger Sommer sowie den Schwetzinger Festspielen und den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Gesangspartner des Ensembles sind u.a. Christine Schäfer, Ian Bostridge, Sarah Walker, Christiane Oelze, Stella Doufexis, Ruth Ziesak, Nuria Rial und Christopher Maltman.

Das breite Repertoire des Nash Ensembles zeigt sich auch in der großen Anzahl an CD-Aufnahmen, die in der Presse jeweils hoch gelobt wurden. Besonders die Einspielungen mit Werken von Vaughan Williams mit Mark Ainsley, von Waltons „Façade“ mit Eleanor Bron und Richard Stolgoe sowie die CD mit Kammermusik von Josef Suk erhielten überschwängliche Kritiken, ebenso wie die Einspielung von Beethovens Septett und Sextett. Die Zusammenarbeit mit dem Arditti Quartett und der Sopranistin Claron McFadden in Birtwistles „Pulse Shadows“ brachte dem Ensemble den Gramophone Award. Neben Werken von Brahms, Ravel, Debussy, Schostakowitsch, Dvorak, Mark-Anthony Turnage und Simon Holt spielte das Nash Ensemble in der Reihe „Britische Komponisten“ für Hyperion Records auch Malcolm Arnold, Arnold Bax, Arthur Bliss, Benjamin Britten, Peter Warlock, Robin Holloway, Coleridge-Tayler und William Lloyd Webber ein. Die jüngsten Aufnah¬men umfassen Kammermusik von Beethoven, Richard Strauss, Saint-Saens, Turina und Suk für Hyperion Records, die Oktette von Mendelssohn und das Klarinettenquintett von Brahms für Live, dem Label der Wigmore Hall. Zuletzt erschienen sind CDs mit Werken von Turina, Schumann und Max Bruch für Hyperion. Daneben nimmt das Nash Ensemble für Black Box Records, Virgin Classics, CRD und Teldec auf.

Die künstlerische Leiterin des Nash Ensemble of London, Amelia Freedman er¬hielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Tätigkeiten. Von 1986 bis 1993 war sie Leiterin des Bath Festivals, 1992 Programmberaterin des London Philharmonic Orchestra, 1995 bis 2006 Künstlerische Leiterin der Klassikabteilung des South Bank Centre und ist seit 1995 Künstlerische Leiterin des Mozartfestes in Bath. Ihr wurden die Titel MBE (Member of the British Empire), CBE (Commander of the British Empire) und FRAM (Fellow of the Royal Academy of Music) verliehen. 1993 wurde sie von der Universität Bath zur Ehrendoktorin für Musik und 1996 vom Präsidenten Frankreichs für ihre Verdienste um die französische Musik zum Chevalier dans l'Ordre National du Mérite ernannt. Im gleichen Jahr erhielt sie von der Worshipful Company of Musicians die Cobbett Gold Medal für ihre Leistungen im Bereich der Kammermusik.

www.nashensemble.org.uk