Brentano String Quartet - Biografie

Brentano String Quartet

Brentano String Quartet
© Jürgen Frank

Brentano String Quartet

Mark Steinberg - Violine

Serena Canin - Violine

Misha Amory - Viola

Nina Maria Lee - Violoncello

Schon kurze Zeit nach seiner Gründung 1992 gewann das Brentano String Quartet mehrere Wettbewerbe: den Cleveland Streichquartett-Wettbewerb, den Naumburg Kammermusikwettbewerb und den zehnten Martin E. Segal Wettbewerb. Bei seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall erhielt das Ensemble den 1. Preis beim Royal Philharmonic Society Musikwettbewerb.

Das Brentano String Quartet wurde 1999 von der Princeton University und im Jahr 2000 von der Londoner Wigmore Hall zum quartet-in-residence ernannt. Bereits seit 1995 ist es quartet-in-residence an der New York University und des Lincoln Centers. Seit 2014 ist das Ensemble Quartet-in-Residence an der Yale School of Music als Nachfolger des Tokyo String Quartet.

Das Brentano String Quartet konzertierte auf vielen renommierten Bühnen in den USA, Kanada, Australien, Japan und Europa sowie bei internationalen Festivals wie Edinburgh, Bath, De Divonne, Kuhmo der Salzburger Mozartwoche und vielen anderen. Zusammen mit der Pianistin Mitsuko Uchida trat das Ensemble im Concertgebouw Amsterdam, der Library of Congress, im Lincoln Center, der Frankfurter Alten Oper, der Kölner Philharmonie und mit der Sopranistin Jessye Norman in der Carnegie Hall auf. Das Quartett arbeitet zudem eng mit dem Pianisten Richard Goode zusammen.

Die letzten Tourneen führten das renommierte New Yorker Quartett in die Wigmore Hall London, in das Konzerthaus Berlin, in die Philharmonie Essen, nach Heidelberg, Bonn, Genf, Amsterdam, Madrid, Salzburg, München, Stuttgart, Bad Kissingen, zum Audi-Festival Ingolstadt, sowie zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und den Brandenburgischen Sommerkonzerten. 2015/16 gastierte das Ensemble u.a. im Londoner Barbican Centre, beim Kuhmo Festival, in der Schweiz, in Deutschland, Spanien und den Niederlanden. Daneben war es in New York (Carnegie Hall), Detroit, San Francisco und Pittsburgh zu hören mit Partnern wie Joyce di Donato, Vijay Iyer, Ignat Solzhenitsyn und Jonathan Biss. Ein weiteres Highlight der Saison war eine Tanz-Licht-Performace um Bachs Kunst der Fuge von Gabriel Calatrava, John-Mario Sevilla und John Kelly.

Im November 2016 und Januar 2018 wird das Quartett wieder auf Europatournee gehen und u. a. bei den Biennalen in Paris und in Amsterdam zu hören sein, weitere Konzerte mit Joyce Di Donato und Jonathan Biss geben, ein Werk von Shulamit Ran uraufführen und 2017 beim Van Cliburn Wettbewerb mitwirken.

Besonderen Wert legt das Ensemble auf zeitgenössische Musik, was Auftragskompositionen und Uraufführungen von Werken von Milton Babbitt, Chou Wen-Chung, Charles Wuorinen, Bruce Adolphe, Steven Mackey und Jonathan Dawe belegen. Mit Komponisten wie Elliot Carter (†) und György Kurtág arbeitet das Quartett eng zusammen. Aber auch alte Werke hat das Ensemble sich in Bearbeitungen angeeignet, darunter Musik von Gesualdo, Monteverdi, Purcell und Josquin des Prés. Bei der Mozartwoche in Salzburg führte das Brentano String Quartet zusammen mit dem Pulitzerpreisträger Mark Strand ein Programm auf, das Poesie mit Musik von Mozart und Webern verbindet. In ihrem Projekt „Fragments“ kombinierten die Musiker unvollendete Werke von Komponisten wie Schubert, Mozart, Beethoven, Bach und Schönberg mit zeitgenössischen Kompositionen u.a. von Sofia Gubaidulina und Bruce Adolphe.

Seit dem Abschluss eines Exklusivvertrags mit dem Pariser Label AEON veröffentlichte das Quartett CDs mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und späte Streichquartette von Ludwig van Beethoven. Davor erschienen drei CDs mit den Streichquartetten op. 71 von Joseph Haydn sowie mit Werken von Bruce Adolphe, Chou Wen-Chung, Charles Wuorinen und Steven Mackey. Kürzlich veröffentlichte das Label Azica eine Live-Aufnahme des Streichquintetts von Franz Schubert mit Michael Kannen.

Neben seinen Konzerten hat das Quartett 2014 die Musik für den Film „A late Quartet“ (mit Philip Seymour Hoffman und Christopher Walken) eingespielt, der beim Toronto International Film Festival Premiere feierte.

Das Quartett gab sich seinen Namen in Anlehnung an Antonie Brentano, der Beethoven - glaubt man der Wissenschaft - seinen berühmten „Brief an die unsterbliche Geliebte“ widmete.

www.brentanoquartet.com