Christoph-Mathias Mueller - Biografie

Christoph-Mathias Mueller
© Ingo Bulla
Christoph-Mathias Mueller
Dirigent
Der 1967 in Peru geborene und in der Schweiz aufgewachsene Dirigent Christoph-Mathias Mueller gehört „ohne Zweifel [...] zu den begabtesten und interessantesten Dirigenten seiner Generation“ (Gazeta Kultura Moskau). Mit der Spielzeit 2005/06 übernahm Christoph-Mathias Mueller die künstlerische Leitung des Göttinger Symphonie Orchesters, das er seither zu einem bedeutenden Klangkörper entwickelt hat.
Christoph-Mathias Mueller studierte zunächst an der Musikhochschule Basel Violine, um dann an der Universität von Cincinnati (USA) sein Dirigierstudium zu beginnen. 1995 ging er als Conducting Fellow nach Tanglewood, Massachusetts, und arbeitete dort mit Seiji Ozawa, Robert Spano und Leon Fleisher. 1996 wurde er Assistent von Vladimir Ashkenazy beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, mit dem er auch sein Dirigierdebüt gab.
Christoph-Mathias Mueller arbeitete vier Jahre lang als Assistent von Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jungendorchester, welches er auch bei den Luzerner Osterfestspielen und vor dem Olympischen Komitee in Lausanne dirigierte. Claudio Abbado ernannte Christoph-Mathias Mueller ebenfalls beim Lucerne Festival Orchestra zu seinem Assistenten, eine Position, die er seit der Orchester-Neugründung im Sommer 2003 innehat.
Im Jahr 2000 war Christoph-Mathias Mueller Gewinner des Internationalen Dirigierwettbewerbes im spanischen Cadaqués. Seither gastierte er bei der Tschechischen Phil¬harmonie, dem Orchestre National de Lyon, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, beim Münchner Rundfunkorchester, bei der Jenaer Philharmonie, der Slowenischen Philharmonie, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Wiener Kammerorchester, beim Scottish Chamber Orchestra, beim Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker sowie beim Ensemble Modern.
Christoph-Mathias Mueller dirigierte u.a. das Russische Nationalorchester, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, das BBC Welsh National Symphony Orchestra, das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg, das Orchestra della Svizzera Italiana sowie in Stavanger, Norwegen. Gastdirigate führten ihn kürzlich wieder zum Russischen Nationalorchester, zur Staatskapelle Weimar, der Staatsphilharmonie in Brünn, in die Tonhalle Düsseldorf, die Kölner Philharmonie sowie nach Danzig und Seoul. Er leitete das Orchester des Bolschoi Theaters Moskau in einer Neuinszenierung der Fledermaus sowie die Bremer Philharmoniker. Weitere Dirigate führten ihn nach Stuttgart (Liederhalle), Wien (Musikverein), Schottland sowie zum Norwegian Radio Orchestra.
Christoph-Mathias Mueller arbeitete mit Solisten wie Frank-Peter Zimmermann, Sol Gabetta, Emmanuel Pahud, Reinhold Friedrich, Simone Kermes, Renaud und Gautier Capuçon, Lauma Skride, Nina Corti, Christian Quadflieg und Wen-Sin Yang zusammen.
Von den CDs, die unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller entstanden sind, ist besonders die Aufnahme mit Renaud und Gautier Capuçon hervorzuheben. Zuletzt erschienen die vom Magazin „Musica e Dischi“ zur CD des Monats April 2011 gekürte Aufnahme des 2. Konzerts für Kontrabass von Giovanni Bottesini mit dem Orchestra della Svizzera Italiana sowie eine Einspielung des kompletten Werks für Violine und Orchester von Max Reger, darunter das Violinkonzert in der Fassung von Adolf Busch. In Kürze erscheinen Einspielungen von Beethovens Egmont mit Simone Kermes und Christian Quadflieg, sowie georgische, armenische und aserbaidschanische Trompetenkonzerte mit Reinhold Friedrich.