Michael Schneider - Biografie

Michael Schneider
© Matthias Griewisch
Michael Schneider
Flöte
Michael Schneider studierte an der Musikhochschule in Köln Querflöte, Blockflöte und Violoncello. Parallel vertiefte er sein Blockflötenspiel bei Walter van Hauwe in Amsterdam. Als Preisträger des ARD Musikwettbewerbs in München begann er bereits 1978 seine Karriere als Flötist und trat seitdem als Solist mit zahlreichen namhaften Orchestern auf. Nahezu das gesamte Repertoire für Blockflöte hat Michael Schneider seither bei der Deutschen Harmonia Mundi, Ariola-Eurodisc und Capriccio eingespielt.
1979 gründete er die "Camerata Köln", die 2009 ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Mit diesem Ensemble spielte er über 50 CDs mit Werken von Vivaldi, Telemann, Sammartini und Haydn ein.
1980 wurde Michael Schneider als Professor für Blockflöte an die Universität der Künste in Berlin berufen. Drei Jahre später wechselte er an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Dort errichtete er das „Institut für Historische Interpretationspraxis“ und betreut seitdem als Dozent den dazugehörigen Aufbaustudiengang. Zudem gibt er regelmäßig Meisterkurse in der ganzen Welt.
1988 schließlich gründete er La Stagione Frankfurt. Mit diesem international renommierten Ensemble trat er als Solist und Dirigent u.a. im Konzerthaus Wien, im Concertgebouw Amsterdam, im Palais des Beaux Arts in Brüssel, in der Mailänder Scala, im Palau Barcelona, in der Alten Oper Frankfurt, der Philharmonie Köln, im Konzerthaus Berlin und bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle auf. Dabei kamen u.a. folgende Werke zur Aufführung: J. A. Hasses Piramo e Tisbe (Regie: Hajo Fouquet), G. Fr. Händels Rodelinda (Regie: Christian Gangneron), G. A. Bendas Medea und Ariadne (Regie: Jürgen Tamchina), G. Ph. Telemanns Damon (Regie: Ulrich Peters), Don Quichotte (Regie: Jürgen Tamchina) und Pimpinone (Regie: Marty Beck) und A. Stradellas San Giovanni (Regie: Chr. Gangneron).
Mit La Stagione Frankfurt spielte Michael Schneider über 30 CDs aus den Bereichen Oper, Oratorium und Sinfonik bei der Deutschen Harmonia Mundi, bei Capriccio, CPO und Koch-Classics ein, die u.a. den Classic Award und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielten.
Gastdirigate führten Michael Schneider u.a. zum Zürcher Kammerorchester, der Cappella Coloniensis, der Nederlands Bach Vereniging, dem Israel Chamber Orchestra, der Israel Camerata, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Magdeburger Philharmonie und der Kammerphilharmonie des MDR. Operaufführungen erfolgten 2000 mit der Incoronazione di Poppea beim Folkwang-Fest Essen, 2003 mit Händels Deidamia (Regie: Peer Boysen) bei den Göttinger Händelfestspielen, 2003 mit der Incoronazione di Poppea am Stadttheater Gießen (Regie: J. Tamchina), 2004 mit Händels Alcina am Stadttheater Bielefeld, 2006 mit der Incoronazione di Poppea am Staatstheater Darmstadt sowie 2008 mit Telemanns Emma und Eginhard wieder in Gießen.
Im Jahr 2000 wurde Michael Schneider der Telemann-Preis der Stadt Magdeburg verliehen.